Die Qual der Wahl:
Welche Videospiele Konsole ist die Beste für mich?
Was waren das noch für Zeiten, als Spielkonsolen noch aussahen wie Funkgeräte aus dem zweiten Weltkrieg und eigentlich "Telespiele" hießen. Gerne erinnert sich die reifere Generation an die Zeit zurück, als man noch zusammengekauert vor einem kleinen Röhrenfernseher saß und mittels eines Drehknopfes bei "Pong" einen eckigen Strich bewegte, der einen Tennisschläger darstellen sollte, um einen genauso eckigen Ball in das gegnerische Tor zu befördern. Heutzutage sind Spielkonsolen Multimediacenter, die Filme, Musik und Spiele abspielen können. Man sitzt vor einem flachen High Definition Screen und steuert kabellos einen Avatar durch eine beinahe fotorealistische Landschaft, während bombastischer Sound aus der digitalen Surround Anlage tönt.
Die Grafikleistung und Prozessor Power der Next Generation Konsolen liegt meistens gleich auf mit starken PCs und überflügelt diese anfangs sogar noch. Der große Vorteil von Videospielkonsolen liegt in der einfachen Handhabung, sowohl für den Spieler, der einfach das "Plug and Play - Prinzip" genießen kann, als auch für die Programmierer, die eine gleichbleibende Plattform zur Entwicklung und Optimierung ihrer Videospiele nutzen können. Natürlich können nicht wie bei einem Spiele PC einzelne Komponenten zur Steigerung der Leistung ausgetauscht werden, dafür hat man allerdings eine Anwenderfreundliche Spielkonsole, auf der nichts eingestellt oder nachjustiert werden muss, um die dafür gedachten Spiele flüssig zocken zu können.
Wenn man sich die Geschichte der Videospiele betrachtet, ist es schon enorm, wie die Entwicklung im Bereich Home Entertainment (oder im Bereich der Handhelds für unterwegs) vorangeschritten ist. Um 1970 waren die ersten Telespiele von Atari oder Coleco noch fest verdrahtete Kästen mit einem einzigen eingebauten Spiel, welches man nicht durch Module oder ähnliches austauschen konnte. Ab 1976 waren dann erste 8-Bit Konsolen zu haben, welche klobige Module als Speichermedien hatten und in den Spielhöllen zockten Teenager "Space Invaders". Im Jahr 1983 brach der Videospiele Markt zusammen, weil die Leute nur noch auf ihren in Mode gekommenen Heimcomputern Computerspiele spielten. Die Ära von C64, C128 und dem legendären Amiga 500 war angebrochen.
Ab 1985 kamen die Konsolen plötzlich zurück, zwar immer noch mit 8-Bit Technik, aber immerhin mit mehr Farben, Grafikbeschleunigung und etwas größerem Speicher. Atari, aber besonders das NES und das Sega Master System wetteiferten um die Krone der Videospielkonsolen. Anfang der 90er verdoppelte sich dann die Bit-Leistung auf 16 Bit und Konsolen wie das Sega Mega Drive, das Super Nintendo oder das seltenere, weil viel teurere Neo-Geo von SNK hatten schon rudimentäre 3D-Fähigkeiten.
Mitte der 90er besaßen die Spielkonsolen dann mit 32-Bit volle 3D-Grafikfähigkeit, gerenderte Videosequenzen, einen besseren Sound, CDs als Speichermedium, teilweise Vibrationsfunktionen an Controllern und Memory Cards zum Speichern von Spielständen. Hier sind besonders das Sega Saturn, das Nintendo 64 und natürlich die legendäre Sony Playstation zu nennen. Ende der 90er verdoppelte sich diese Leistung gleich noch mal auf 128 Bit und man durfte sich am Sega Dreamcast, dem Nintendo Gamecube und besonders der Playstation 2 erfreuen. Erstmals erkannte auch Microsoft den lukrativen Wert des Videospielemarktes und etablierte sich mit seiner Xbox, einem zur Konsole optimierten Spiele PC. Die Konsolen der 128 Bit Generation hatten bereits Onlinezugang und waren z.B. mit Festplatten nachrüstbar.
Ab 2005 dominiert nun die vorläufig beste Klasse von Spielkonsolen den Markt: Die Xbox 360, die Playstation 3 und das Wii von Nintendo. Alle diese Konsolen benutzen mittlerweile als Kern einen Power PC und sollen auf dieser Seite vorgestellt werden. Sie stellen das Beste dar, was es derzeit auf dem Videospielemarkt als Abspielgeräte zu kaufen gibt. Bis die Playstation 4 oder eine neue Xbox die Regale der Kaufhäuser ziert, dürfte noch ein bisschen Zeit vergehen.



